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Stabhochsprung Classics werden WM-Generalprobe 

Nächste Woche Donnerstag (27. Juli) findet auf der Leverkusener Fritz-Jacobi-Anlage die achte Auflage der Stabhochsprung Classics statt. In den letzten sieben Jahren haben sich die Stabhochsprung Classics zu einem Extraklasse-Meeting mit internationaler Strahlkraft gemausert. Fünf Weltmeister trugen sich bereits in die Ergebnislisten ein. Zehn Tage vor Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London (Großbritannien) nutzen etliche Asse das Meeting zu einem Formcheck.

Namhafteste Athleten im Manforter Stadion sind der amtierende Weltmeister Shawn Barber (Kanada) und Pawel Wojciechowski. Anfang des Monats steigerte der Weltmeister von 2011 den polnischen Rekord auf 5,93 Meter und ist damit aktuell die Nummer zwei in der Welt. Zu beachten ist auch Menno Vloon. Der 23-Jährige ist kürzlich 5,85 Meter gesprungen und hat damit den niederländischen Rekord von Ex-Weltmeister Rens Blom verbessert. Aus Belgien kommt der frisch gekürte U23-Europameister Ben Broeders. Die Phalanx der heimischen Top-Athleten wird vom Deutschen Meister Bo Kanda Lita Baehre angeführt. Bei den Frauen trifft die wiedererstarkte Lokalmatadorin und WM-Teilnehmerin Silke Spiegelburg unter anderem auf Athletinnen aus Schweden, Polen und Neuseeland. Favoritin ist Michaela Meijer. Vor wenigen Tagen schraubte die 23-Jährige in Göteborg den von Angelica Bengtsson gehaltenen schwedischen Rekord auf 4,71 Meter.

Schafft Barber das Triple?

Durchaus möglich ist, dass zum ersten Mal in der Geschichte der Veranstaltung ein Sechs-Meter-Sprung gelingt. „Die Leistungen zeigen, dass das Meeting mit allem drum und dran Höchstleistungen fördert. Im letzten Jahr haben sich zwei Athleten an der Sechs-Meter-Marke versucht. Das war schon beeindruckend. Ich hoffe, dass diese Marke geknackt wird“, hofft Meeting-Direktor Michel Frauen. 

Der (noch) aktuelle Weltmeister Shawn Barber hat im vergangenen Jahr den Meeting-Rekord auf 5,90 Meter verbessert. Zuvor sahen die vollends begeisterten Zuschauer ein spannendes Duell: Gleich im ersten Anlauf überquerte der spätere Olympiasieger Thiago Braz Da Silva (Brasilien) 5,85 Meter. Doch der Kanadier konterte, Shawn Barber flog über 5,90 Meter und fuhr wie 2015 den Sieg ein. Beide setzten Achtungszeichen, zumal sie bei 6,00 Metern alles andere als aussichtslos aussahen.

Tobias Scherbarth hat Potenzial für ganz oben

Der zweifache Deutsche Meister, Olympiateilnehmer und WM-Siebte Tobias Scherbarth (TSV Bayer 04 Leverkusen) bestätigte einmal mehr, dass er das Potenzial für ganz oben hat und präsentierte sich als Dritter in absoluter Top-Form. 5,65 Meter und den neuen Freiluft-Rekord von 5,75 Metern nahm er mit blitzsauberer Technik im ersten Versuch. Selbstverständlich ist Tobias Scherbarth auch jetzt wieder am Start, zumal er der Veranstaltung einen besonderen Stellenwert einräumt. „Von der Motivation her ist das immer eine coole Sache, in Leverkusen zu springen. Da springe ich immer sehr gerne, das hat ja auch meine Bestleistung im letzten Jahr gezeigt“, so der 31-Jährige.

Den im Vorjahr zum zweiten Mal ausgetragenen Wettbewerb der Frauen gewann Anjuli Knäsche (SG TSV Kronshagen/Kieler TB) mit 4,50 Metern. Erstmals gibt es von den Stabhochsprung Classics einen Livestream via Facebook. Wer Gelegenheit dazu hat, sollte sich indes die einzigartige Atmosphäre vor Ort nicht entgehen lassen. Die originelle Athletenpräsentation, eine professionelle Moderation und die auf jeden Springer individuell abgestimmte Musikuntermalung sorgen für eine ebenso kurzweilige wie mitreißende Stimmung.